Hamburg Marathon 2017

Im Anfang möchte ich mich bei allen bedanken, die mir bei der Vorbereitung für den Marathon geholfen haben, insbesondere aber bei meiner Frau und meinem Sohn die in der Zeit leider ein bisschen zu kurz gekommen sind.

Ich habe vor fast genau zwei Jahren mit den Kursen 0 auf 5 und 5 auf 10 angefangen. Ich habe in dieser Zeit 20 Kilo abgenommen, letztes Jahr meinen ersten HM in 01:56:50 geschafft und nun meinen ersten Marathon mit 50 Jahren. Ohne den Lauftreff mit all den netten Leuten, aber insbesondere mit Wilfried, hätte ich das nie geschafft. Vielen Dank ☺

Nach 6 Monaten Vorbereitung war es endlich so weit, 42,195 km durch Hamburg. Frühzeitig am Freitag angereist wich die Nervosität der Vorfreude auf den Start. Das Hotel auf der Reeperbahn war nicht ganz so ideal, weil die Menschen jede Nacht bis 4 Uhr Party gefeiert haben.

23. April. 2017 um 9 Uhr fällt der Startschuss und wie nicht anders zu erwarten, fängt es an zu regnen und hageln. Nachdem ich um ca. 9:20 Uhr die Startlinie mit meiner Laufpartnerin Silke überschritten hatte, ging es endlich los. Trotz des schlechten Wetters (halt typisch Hamburg) war die Stimmung bombastisch. Getreu meiner Vorgabe – wie Vanessa – immer das gleiche Tempo zu laufen um knapp 5 Std. zu erreichen, schafften wir es nach kurzer Zeit uns bei einer Pace von 7 min/ km einzupendeln.

Bei diesem Tempo konnten wir das wundervolle Panorama und die Stimmung in uns aufsaugen. Bei km 21 waren wir immer noch voll im Soll, meine Uhr zeigte genau 7er Durchschnitt an. Keine Ermüdungserscheinung und ab jetzt wurden es ja auch weniger km. Lustiger weise zeigte meine Uhr schon 22,5 km an, aber egal. Einen nach dem anderen sahen wir nun schwächeln oder sogar aufgeben, was mir sehr leid tat. Wir aber liefen weiter unser Tempo.

Als wir die 33 km überschritten hatten, kam die Angst des Einbruchs hinzu.

Jede Verpflegung mitgenommen ( nur keine Bananen, ich bin doch kein Affe), wuchs die Vorfreude auf die Ziellinie, die nun nur noch 5 km entfernt war und ich dachte jetzt kann nichts mehr schief gehen. Einen Puffer von 6 Min. rausgelaufen, erhöhten wir unser Tempo noch einmal.

Lustiger weise zeigte meine Uhr aber schon bei km 40 an, dass wir bei 42,5 km sind . Die letzten 2 km gaben wir noch einmal alles und liefen überglücklich und ich mit Tränen in den Augen über die Linie. Ich werde diesen Moment nie im Leben vergessen und meinen Denkfehler konnte ich lächelnd wegstecken. Ankommen war mein Ziel und das habe ich geschafft.

Fakt ist, auf dem Weg nach Dinslaken habe ich beschlossen nächstes Jahr in ca. 4:45 Uhr zu laufen.

LG Euer Michael