Berlin Halbmarathon

Vor einem Jahr haben wir, Hannes Bürger, Jan Michael Müller, Klaus Dieter Fürchtenicht und Michael

Fleige, uns vorgenommen, wir fahren nach Berlin und nehmen am HM Berlin 2017 teil. Alle vier haben

sich frühzeitig angemeldet und ihre Bestätigung erhalten. Von Monat zu Monat, von Woche zu Woche

stieg die Spannung und am 01.04.2017 war es so weit. Um 8 Uhr fuhren vier gut trainierte und

motivierte Läufer vom Lauftreff des TV Jahn Hiesfeld in Richtung Berlin.

Die Fahrt verlief ohne Probleme und in der Mittagszeit trafen wir wohlbehalten in Berlin ein. Mit dem

Navi war die Örtlichkeit der Startunterlagenausgabe schnell gefunden. Das Problem, geschätzte

20.000 waren vor uns da. War aber nicht schlimm, es gab eh keinen Parkplatz in unmittelbarer Nähe.

So sind wir bei herrlichstem Frühlingswetter zum Ausgabegebäude zurückspaziert, was nach den

Stunden im Auto gut tat. Dort angekommen hatten sich die Reihen bereits gelichtet, was der

insgesamt extrem guten Organisation zu schulden war. Es gab reichlich Sicherheitskontrollen, ohne

Ausweis ging gar nichts. Die Gründlichkeit vermittelte uns einen hohen

Grad an Sicherheit.

Danach checkten wir im Hotel ein. Nach einer kurzen Ruhepause

spazierten wir zum Start/Ziel-Bereich, um uns mental ein wenig auf den

Sonntag einzustimmen.

Da der Start für 10 Uhr terminiert war musste man, für einen Sonntag,

früh aus den Federn. Der Tag startete wettermäßig mit einer gewissen

Kühle, die sich später, während des größten Teils des Laufs, als sehr angenehm herausstellen sollte.

Ein kleiner Spaziergang zum Startgebiet ließ uns für die kommenden 21km warm werden.

Als wir in die Nähe des Start/Ziel-Bereiches kamen, waren wir nicht die Ersten, die 20.000 vom Vortag

waren wieder vor uns da. Insgesamt waren 30.000 und 4 Teilnehmer gemeldet. Die Startblöcke füllten

sich langsam und um 10:05 starteten die, die nach etwas mehr als 59min wieder im Ziel waren. Wir,

die einen Ticken langsamer laufen und im hintersten Block F starteten, wurden ca. 30min später

gestartet, Start in Blöcken. Aber man war ja nicht alleine und hatte seinen Spaß.

Nach dem Start ging es über die Straße "Unter den

Linden" zum Brandenburger Tor, zur Siegessäule und

anschließend hinaus zum Schloss Charlottenburg. Es

war eine Sight Seeing Tour durch die Hauptstadt. Man

kam an vielen touristischen Highlights Berlins vorbei. Ob

alle Läufer diese vor Anstrengung wahrgenommen

haben kann bezweifelt werden. An jeder gefühlten

dritten Ecke standen Trommlergruppen und heizten die

Läufermassen an.

Wir Vier, inzwischen hatte sich eine gleichaltrige, nette Dame aus Berlin-Pankow zu uns dreien

gesellt, Klaus Dieter als austrainierter Marathonie versuchte den Kenianer nachzueifern und war uns

dreien weit voraus, hielten uns an das gesteckte Geschwindigkeitslimit von 7min/km. So nach und

nach, Kilometer für Kilometer, die Beine schmerzten immer stärker, die Zuschauermassen wurden

immer dichter, ein gutes Zeichen, das Ziel rückte näher. Dann liefen wir unter dem tosenden Beifall

der Massen ins Ziel ein und waren glücklich und zufrieden alles gut überstanden zu haben.

Es gab die obligatorische Medaille, das Wasser, den Tee, die Banane, das alkoholfreie Erdinger, die

Plane gegen Kälte, Regen, Wind und sonstiges. Nach einem kurzen Austausch der Erlebnisse am

Treffpunkt Alexanderplatz, hier an der "Weltuhr", ging es zurück zum Hotel.

Die Rückreise verlief ruhig und störungsfrei. Jedem fiel unterwegs noch etwas ein, was er berichten

musste, was er Nettes beim Lauf gesehen und erlebt hatte. So war die Rückfahrt kurzweilig und

unterhaltsam.

Michael Fleige Dinslaken, 04.05.2017

Wir Vier sind der Meinung, der gesamte Aufwand und alle Mühen waren es wert an diesem Mega-

Event teilgenommen zu haben. Man kann jedem, der läuferisch unterwegs ist, nur empfehlen an solch

einem riesigen Event einmal teilzunehmen, es wird eine bleibende Erinnerung.

Wir, Klaus Dieter, Hannes, Jan Michael und ich, senden allen einen läuferischen Gruß und bleibt

gesund.

Michael Fleige